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Ein Pilotprojekt namens „Sprach- und Kulturlabor für Geflüchtete“ soll mithilfe der VR Flüchtlingen den Zugang zum Kölner Kultur- und Sprachraum erleichtern.

Die meisten Geflüchteten waren vor der Flucht aus ihrer Heimat noch nie in Deutschland. So sind sie häufig weder mit den kulturellen Gepflogenheiten des westlichen Kulturkreises noch mit der Sprache vertraut. Vielen fällt es daher schwer, sich in den deutschen Alltag zu integrieren. Um ihnen den Zugang zu erleichtern, haben das An-Institut skip der Hochschule Fresenius und die Stadtbibliothek Köln das Pilotprojekt „Sprach- und Kulturlabor für Geflüchtete“ ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist es, Geflüchteten mithilfe einer eigens programmierten VR-Anwendung den Zugang zum Kölner Kultur- und Sprachraum zu erleichtern.

VR zeigt wie das Leben in Köln funktioniert

Mithilfe einer VR-Anwendung können die Probanden virtuell testen, wie man sich in Köln zurechtfindet und wie die Stadt funktioniert. Zunächst wurde eine Alltagssituation in einer Kölner Arztpraxis programmiert. Während des Arztbesuchs werden zugleich auch kulturelle Besonderheiten der Stadt Köln vermittelt: Bilder an der Wand erklären beispielsweise, was es mit dem rheinischen Grundgesetz und dem 1. FC Köln auf sich hat.

Mehrwert der VR im Bildungsbereich

„Ziel dieses Pilotprojektes ist zum einen, den Mehrwert von Virtual-Reality-Anwendungen im Bildungsbereich aufzuzeigen. Zum anderen soll den Geflüchteten über das Eintauchen in eine virtuelle Welt die Möglichkeit gegeben werden, Ängste abzubauen und damit schneller und selbstbewusster zu lernen. Wir hoffen, dass wir damit einen sinnvollen Beitrag für das Zusammenleben leisten“, so Prof. Christopher Wickenden, Initiator und Studiendekan des Studiengangs „3D-Design und Management“ an der Hochschule Fresenius. Gerade wenn Sprachbarrieren den Zugang erschweren, kann die VR mit Bildern und Audioeffekten das Leben an einem neuen Ort verständlicher machen.

Weitere Situationen sind geplant

Die Anwendung, welche bei der Börse „köln digital“ am 17. Oktober vorgestellt wurde, geht nun in die Testphase. Geflüchtete sollen nun das Programm testen und beurteilen. Dafür werden Probanden gesucht. Anschliessend sollen weitere Situationen z.B. im Supermarkt, in der Schule oder in Ämtern gedreht werden.

Quelle: Finanznachrichten

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