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Im Rahmen einer Studie haben Forscher herausgefunden, dass Virtual Reality wohl das menschliche Erinnerungsvermögen verbessern kann. Welche Erklärung steckt dahinter?

Neben der Unterhaltungsbranche bietet Virtual Reality zahlreiche Chancen für die Industrie und auch ein enormes Bildungspotenzial. Forscher der University of Maryland haben jetzt herausgefunden, dass wir uns tatsächlich besser an Dinge erinnern, wenn sie in einer VR-Umgebung, statt etwa nur auf einem Computer-Schirm präsentiert werden.

Gesichter merken im virtuellen Gedankenpalast

Für eine Studie nutzten die Forscher das Prinzip des Gedankenpalastes – eine Mnemotechnik, bei der Menschen imaginäre Orte als Gedächtnisstütze heranziehen. 40 Teilnehmer wurden in zwei Gruppen unterteilt: Die eine sollte sich Informationen erst über ein VR-Headset und anschließend auf einem Desktop ansehen, die andere tat das genaue Gegenteil.

Alle Teilnehmer besichtigten nun zwei virtuelle Orte, ein mittelalterliches Dorf und das Innere eines Palastes. Die eine Gruppe sah sich in VR über Kopfbewegungen und die andere am Desktop mit Maus und Tastatur um. Beide Orte waren gespickt mit Fotos prominenter Gesichter, darunter Abraham Lincoln, Arnold Schwarzenegger, Stephen Hawking und Shrek.

Fünf Minuten hatten die Teilnehmer Zeit, sich die Standorte der jeweiligen Gesichter in der virtuellen Welt einzuprägen, dann wurde das Bild für zwei Minuten schwarz. Schließlich kehrten die Orte zurück und die Teilnehmer sollten besagte Bilder ihren physischen Standorten zuordnen – mit eindeutigem Ergebnis.

Gedächtnisvorteil für VR-Nutzer

Das Forscherteam konnte eine Verbesserung der Gedächtnisleistung von 8,8 Prozent bei der Nutzung von VR-Headsets feststellen. 40 Prozent der Teilnehmer schnitten dabei in VR gegenüber der Desktop-Variante um mindestens 10 Prozent besser ab. Fast alle Teilnehmer bevorzugten dabei laut eigener Aussage die virtuelle Realität als Lernplattform.

https://www.youtube.com/watch?v=axfEa3rS9vw

Laut Catherine Plaisant, eine Mitverantwortliche der Studie, passt dies durchaus zu jüngsten Forschungsergebnissen aus der Kognitionspsychologie. Diese suggerieren nämlich, dass das Erstellen und Abrufen mentaler Konstrukte im menschlichen Hirn stark von Aspekten wie Wahrnehmung und Bewegung in physischer Umgebung abhängt. Plaisant schließt daraus:

Dies wirft die Möglichkeit auf, dass ein […] Gedankenpalast in einer immersiven virtuellen Umgebung die Lern- und Gedächtnisleistung verbessern könnte, weil der Nutzer ein besseres Gefühl für Position, Bewegung und Beschleunigung hat.
Bei solch einem Potenzial verwundert es nicht, dass immer mehr Unternehmen auf Virtual Reality setzen: Allein auf der jüngsten VivaTech 2018 wurden diverse Enterprise-Anwendungen für HTC Vive Pro vorgestellt, die die immersive Technik zur Schulung von Arbeitskräften nutzen.

Quelle:
https://vr-world.com/studie-vr-virtual-reality-verbessert-erinnerungsvermoegen/

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