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Ein aktuelles Hands-on zum Dexmo Haptik-Handschuh von Dexta Robotics zeigt ein offenbar marktreifes Produkt. Die offensichtlichsten Verbesserungen im Vergleich zu früheren Prototypen sind Formfaktor und Gewicht.

Gegenüber dem vergleichsweise unhandlichen und klobigen Prototyp wirkt die neueste Dexmo-Version durchaus alltagstauglich. Das Gerät wiegt nur mehr circa 270 Gramm. Das ist ein Bruchteil früherer Modelle, die bis zu fünf Kilogramm auf die Waage brachten. Die Handschuhe funktionieren wie gehabt kabellos.

Die Kraftübertragung und haptische Simulation erfolgt mittels künstlicher Gelenke, die oberhalb der Finger entlanglaufen und mit einem Motor in Höhe des Handgelenks verbunden sind. Kräfte kann der Handschuh pro Finger spürbar machen – allerdings nur bei Bewegungen von oben nach unten in Relation zur Fingerspitze. Seitlicher Druck kann nicht ausgeübt werden.

Bei kleinen Objekten mit komplexen Oberflächenstrukturen könne es daher vorkommen, dass die übermittelte Haptik nicht exakt mit der Form des virtuellen Objekts übereinstimmt. Die Mindestgröße von Objekten, die ertastet werden können, soll bei circa 2 x 2 cm liegen.

Die Bewegungen der Finger werden vollständig in allen Dimensionen erfasst. Laut dem Hersteller bieten die integrierten Rotationssensoren ein präziseres und verlässlicheres Tracking als Flexsensoren oder die typischerweise in Smartphones verbauten Sensor-Messeinheiten. Die räumliche Erfassung der Handschuhe übernehmen HTCs Vive-Tracker mit Valves Lighthouse-System.

Dexta Robotics liefert die Handschuhe mit einer Entwicklungsumgebung für Unity aus, die die Hardware mit gängigen VR-Apps und -Geräten kompatibel macht. Mit dem installierten Plugin sollen Entwickler die VR-Brille aufsetzen und direkt die Hände sehen und spüren können. Eine aufwendige Programmierung oder Integration sei nicht notwendig.

Ein Fortschritt, aber nicht perfekt

Laut den Testern soll der Widerstand der Exo-Gelenke eine deutlich bessere haptische Simulation ermöglichen als herkömmliche Vibrationsmotoren, die in aktuellen 3D-Controllern wie Oculus Touch verbaut sind.

Die Präzision der haptischen Simulation sei zwar nicht perfekt, aber hochwertig, sofern sich der Nutzer auf den nur relativen Widerstand bewusst einlässt und ihn nicht aus eigener Kraft überwindet. Laut dem Bericht muss der richtige Umgang mit den Handschuhen erst gelernt werden.

Die Dexmo-Handschuhe werden derzeit in verschiedenen Trainingsszenarien eingesetzt, beispielsweise für Ärzte oder Mechaniker, die lernen sollen, Autos zu zerlegen. Gerade beim VR-Training soll das bessere haptische Feedback das Lernen fördern und das Erinnerungsvermögen stärker stimulieren.

Preis und Veröffentlichungsdatum stehen noch nicht fest. Im vergangenen Sommer bestätigte uns Aler Gu, CEO von Dexta Robotics, dass es ein Ziel sei, dass “Durchschnittsverdiener” den Handschuh bezahlen könnten. Es ist also keinesfalls in Stein gemeißelt, dass Dexmo ein B2B-Produkt bleibt.

Dexta Robotics möchte nach und nach mehr Anwendungsszenarien erschließen, auch beim Entertainment und Games. Die Handschuhe wurden mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet.

Quelle: VRODO

Virtual Reality: Dexmo ist der erste marktreife Exo-Handschuh mit Haptik

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