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Er will die Welt der Personaldienstleistungen revolutionieren – zumindest ein Stück weit. Die Idee, wie er sein Ziel weiter vorantreiben kann, hatte er eines Morgens ganz spontan. Seit 2015 leitet Steffen Andreas die Personaldienstleistungsfirma KDS im Mainzer Zollhafen – und dabei geht es ihm immer auch darum, mit seinem Unternehmen zu beweisen, dass nicht alle Personaldienstleister schwarze Schafe sind.

Seine Idee: Den Bewerbern ihren Arbeitsplatz schon beim Bewerbungsgespräch als Rundum-Erlebnis für Augen und Ohren präsentieren. Und das mithilfe von Virtual Reality. Heißt konkret: Steffen Andreas will – gemeinsam mit dem Kamerateam von „Die Felidae“ aus Düsseldorf – in allen Betrieben, mit denen er zusammenarbeitet, Filme und Bilder anfertigen lassen. Diese werden dann für die sogenannte Virtual Reality-Brille aufbereitet, sodass sich jeder Bewerber, der sich im Mainzer Zollhafen in den Räumen der KDS Personalberatung vorstellt, in seinen potenziellen neuen Arbeitsplatz hineinversetzen kann. Einer der ersten Betriebe, die bei der Pionierarbeit mitgemacht hätten, sei die Spedition Schmelzer in Bingen gewesen, sagt Steffen Andreas.

Wer die Brille und die Kopfhörer aufsetze, könne vorempfinden, wie sich sein neuer Arbeitsplatz anfühlen könnte. Und so natürlich auch besser entscheiden, ob der Job zu ihm passt oder nicht. „Die Bewerber haben oft eine völlig andere Vorstellung von ihrem Arbeitsplatz als dieser in der Realität aussieht.“ Mit der neuen Möglichkeit, die idealerweise baldmöglichst ein Teil jedes Bewerbungsgesprächs in seinem Unternehmen sein soll, hoffe er, die Fluktuation so gering wie möglich zu halten.

„Recruiting 4.0“ nennt der 31-jährige Geschäftsführer seine Idee. Insbesondere, da sie für alle Branchen einsetzbar sei. Sein Unternehmen arbeite mit Kunden aus allen Branchen zusammen, sei es Bankwesen, Produktion, Spedition und vieles mehr. Geht es nach ihm, sollen alle in absehbarer Zeit ein 360-Grad-Video ihrer Räume erstellen lassen, um möglichen neuen Mitarbeitern einen besseren Eindruck des Betriebes zu verschaffen, egal, ob dabei Büroräume, Fabrikhallen oder auch die Aufenthaltsräume gezeigt werden. Seine Idee will sich Steffen Andreas patentieren lassen.

Etwa 160 externe Mitarbeiter sind derzeit über sein Unternehmen bei seinen Kunden beschäftigt. Er selbst beschäftigt auf seinen 600 Quadratmetern 18 Leute, sein Team führt wöchentlich, so schätzt er, 100 Vorstellungsgespräche.

Vor allem die junge Generation hat er mit seinem Unternehmen im Blick. „Wir haben keinen Fachkräftemangel“, sagt er, wichtig sei, dass man die Leute auf die passende Art und Weise anspreche, die Angst und die Ressentiments vor Zeitarbeit nehme. Zeit nehmen für den Bewerber, auf ihn eingehen. Dazu zählt für ihn auch die neue Möglichkeit, den künftigen Arbeitsplatz schon vorab virtuell erleben zu können.

Quelle:
http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/mainzer-personalberatungsfirma-laesst-bewerber-via-virtual-reality-in-neuen-job-schnuppern_18697023.htm

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